Nordrhein-Westfalen

Nach Gebäudesperrung in Köln-Kalk: Blinder Mieter steht vor dem Nichts

todayJuli 4, 2026 1

Hintergrund
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Nach Gebäudesperrung in Köln-Kalk: Blinder Mieter steht vor dem Nichts

Vor fünf Wochen ereignete sich in Köln-Kalk ein schwerwiegender Vorfall: Ein Wohnhaus wurde aufgrund massiver Bauschäden von der Feuerwehr für unbewohnbar erklärt und geräumt. Unter den betroffenen Bewohnern befindet sich Marcus Blum, der als blinder Mensch besonders stark von diesem Verlust betroffen ist.

Der Mann lebte über zwei Jahrzehnte in der Wohnung und ist auf die vertraute Umgebung angewiesen, um sich eigenständig mit seinem Blindenstock fortbewegen zu können. Die Schäden am Gebäude stehen laut ersten Erkenntnissen in Zusammenhang mit Erdarbeiten auf einer angrenzenden Baustelle. Während die Versicherungen der beteiligten Firmen noch über die Haftungsfrage streiten, fehlt den Mietern das notwendige Kapital für einen Neuanfang.

Aktuell kommt der Betroffene vorübergehend bei Bekannten unter. Die Suche nach einer neuen Wohnung gestaltet sich jedoch schwierig, da er zwingend auf seinen gewohnten Stadtteil angewiesen ist, um seine Selbstständigkeit im Alltag zu bewahren. Neben dem Verlust des Wohnraums wiegen auch die persönlichen Erinnerungsstücke schwer, die er in der gesperrten Wohnung zurücklassen musste.

Geschrieben von: Seb Debollivier

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