Nordrhein-Westfalen

Großeinsatz in NRW: Behörden gehen gegen Schrottimmobilien vor

todaySeptember 25, 2026 10

Hintergrund
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Großeinsatz in NRW: Behörden gehen gegen Schrottimmobilien vor

Ein großangelegter Einsatz von Behörden und Kommunen findet heute in sechs NRW-Städten statt. In Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Krefeld und Velbert untersuchen mehr als 100 Einsatzkräfte sogenannte Schrottimmobilien auf bauliche Mängel und mögliche Verstöße gegen das Wohnrecht.

Im Fokus der Ermittlungen steht der Verdacht auf organisierten Sozialleistungsmissbrauch. Unterstützt wird die Aktion erstmals durch ein spezielles Datenanalyse-Team der Bundesagentur für Arbeit. Mithilfe digitaler Auswertungen sollen auffällige Adresshäufungen und Unstimmigkeiten bei Mietzahlungen oder Leistungsbezügen identifiziert werden, um kriminelle Strukturen gezielt aufzudecken.

Die Behörden gehen davon aus, dass Vermieter in den oft verwahrlosten Unterkünften von Zuwanderern profitieren. Dabei werden häufig überhöhte Mieten verlangt, die teilweise vom Jobcenter übernommen werden, während die Bewohner zusätzlich zu ausbeuterischen Bedingungen beschäftigt werden könnten.

Die Landesregierung plant angesichts der anhaltenden Probleme, den Kommunen schärfere Instrumente an die Hand zu geben. Neben strengeren Auflagen und einem Gütesiegel für faire Wohnverhältnisse wird als letztes Mittel auch die Enteignung besonders problematischer Objekte diskutiert, um das Geschäftsmodell ausbeuterischer Vermieter dauerhaft zu unterbinden.

Geschrieben von: Seb Debollivier

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