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Seven Nordrhein-Westfalen
todayNovember 5, 2026 55 24
In einem Mehrfamilienhaus im Kölner Stadtteil Mülheim sorgen drastische Vorfälle für Entsetzen bei den Bewohnern. Wie betroffene Mieter schildern, ließen Arbeiter im Auftrag des Hauseigentümers mehrere Türen ausbauen – darunter auch Zugänge zu Sanitäranlagen im Treppenhaus und sogar die Wohnungstür einer über 80-jährigen Seniorin. Eine offizielle, schriftliche Kündigung liegt den verbliebenen Mietparteien demnach nicht vor, stattdessen wurden sie von einem Vertreter des Vermieters lediglich mündlich zum Auszug innerhalb von drei Monaten aufgefordert.
Hintergrund der rabiat wirkenden Aktion sollen offenbar Pläne sein, die Räumlichkeiten in gewerbliche Ferienwohnungen umzuwandeln. Laut Aussagen von Hausbewohnern wurde ihnen gegenüber behauptet, es handele sich ohnehin um eine Gewerbeimmobilie und das Vorhaben sei bereits mit den Behörden abgestimmt. Um den Druck zu erhöhen, wurden den Menschen in ihren eigenen vier Wänden elementare Rückzugsmöglichkeiten genommen, was bei den Betroffenen zu massiven Ängsten und schlaflosen Nächten führt.
Mittlerweile haben sich städtische Behörden eingeschaltet, nachdem der Fall öffentlich bekannt wurde. Mitarbeiter der zuständigen Ämter begutachteten die Situation direkt vor Ort und forderten den Eigentümer zu einer Stellungnahme auf. Nach ersten Auskünften der Stadt Köln liegen keinerlei Genehmigungen für eine Umnutzung zu Ferienapartments vor, zudem gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass das Gebäude als reine Gewerbeimmobilie eingestuft ist. Unterstützt von Mieterschützern wehren sich die verbliebenen Mieter nun rechtlich gegen die rauen Rauswurf-Methoden.
Geschrieben von: Seb Debollivier
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