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Seven Nordrhein-Westfalen
Vor dem Landgericht Arnsberg hat der Prozess um das sogenannte Horrorhaus von Soest eine dramatische Wendung genommen. Am Montag ließ der 29-jährige Hauptangeklagte über seinen Verteidiger erklären, dass er sich an einer Vielzahl der vorgeworfenen Taten beteiligt habe. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten unter anderem schwere Körperverletzung, Vergewaltigung und Freiheitsberaubung vor.
Die Ermittler rollen damit eine Tatserie auf, die sich in einem Reihenhaus im westfälischen Soest abgespielt haben soll. Laut Anklage war eine wohnungslose Frau immer wieder in das Gebäude gelockt und dort brutal gequält worden. Erst ein aufmerksamer Anwohner hatte Anfang November Alarm geschlagen, nachdem er das fast nackte Opfer bei eisigen Temperaturen gefesselt an einen Terrassenbalken entdeckt hatte. Auch diese grauenerregende Misshandlung räumte der Hauptbeschuldigte vor Gericht ein.
Der Vorsitzende Richter Marc Gährken verkündete im Laufe der Verhandlung überraschende Neuigkeiten. Nach internen Beratungen der Prozessbeteiligten gilt der Tatvorwurf gegen einen 17-jährigen Mitangeklagten aufgrund neuer Beweise nicht mehr als haltbar. Auch für einen 25-jährigen in Untersuchungshaft sitzenden Mitbeschuldigten kündigte der Anwalt ein baldigen Geständnis an.
Unterdessen bereitet die Justizbehörde weitere Schritte vor. Wegen neu aufgetauchter Beweismittel wird die Anklage gegen den Haupttäter voraussichtlich ausgeweitet, weshalb das Gericht eine Abtrennung seines Verfahrens prüft.
Geschrieben von: Seb Debollivier
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