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Seven Nordrhein-Westfalen
Vor dem Landgericht Düsseldorf neigt sich der Prozess gegen sechs mutmaßliche Drahtzieher einer großangelegten Drogenschmuggel-Bande dem Ende zu. Am heutigen Mittag wird die Staatsanwaltschaft ihre Forderungen für das Strafmaß präsentieren. Den Beschuldigten, die aus dem Raum Köln-Bonn stammen, wird vorgeworfen, über Jahre hinweg tonnenweise Rauschgift wie Kokain und Marihuana innerhalb Europas gehandelt zu haben.
Die Ermittler konnten den Angeklagten das Handwerk legen, nachdem es ihnen gelungen war, die verschlüsselten Kommunikationsgeräte der Gruppierung zu knacken. Im Verlauf der Verhandlung kam zutage, dass die Bande ihre Geschäfte hochprofessionell organisierte – inklusive einer eigens entwickelten App zur Buchhaltung und einer sozialen Absicherung für die Kuriere. Die Beweislage gilt als erdrückend, da die Hauptbeschuldigten weite Teile der Anklage gestanden haben.
Der Schlag gegen das Netzwerk erfolgte bereits vor rund 18 Monaten bei einer koordinierten Aktion in mehreren Ländern, darunter Spanien und die Niederlande. Neben den nun vor Gericht stehenden Personen laufen weitere Verfahren gegen über 40 mutmaßliche Komplizen. Erst Ende August konnte zudem der mutmaßliche Hauptlieferant der Gruppe in der Dominikanischen Republik festgenommen werden, dessen Überstellung nach Deutschland vorbereitet wird.
Beobachter des Verfahrens rechnen mit deutlich zweistelligen Haftstrafen für die Hauptangeklagten. Während die Anklagebehörde von einer Forderung zwischen zehn und zwölf Jahren ausgeht, streben die Verteidiger ein Strafmaß unter der Zehn-Jahres-Grenze an.
Geschrieben von: Seb Debollivier
todayNovember 5, 2026 75 41
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