Nordrhein-Westfalen

Krankenfahrdienste in NRW schränken Betrieb ab 23. September ein

todaySeptember 24, 2026 4

Hintergrund
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Krankenfahrdienste in NRW schränken Betrieb ab 23. September ein

Eine kritische Entwicklung im Gesundheitswesen von Nordrhein-Westfalen: Ab dem 23. September werden zahlreiche Anbieter von Krankenfahrten ihre Leistungen drastisch reduzieren. Betroffen von diesem Schritt sind vor allem Fahrten für Patienten, die auf Hilfsmittel wie Tragestühle, Rollstühle oder spezielle Krankentragen angewiesen sind.

Der Verband der Kranken- und Behindertenfahrdienste NRW begründet die Maßnahme mit einer akuten wirtschaftlichen Schieflage. Angesichts stark gestiegener Kraftstoffpreise und laufender Betriebskosten decken die aktuellen Vergütungssätze der Krankenkassen – die zwischen 49 und 64 Euro pro Fahrt liegen – die tatsächlichen Aufwendungen der Unternehmen nicht mehr ab.

In einer ersten Konsequenz werden viele Dienstleister keine kurzfristigen, ungeplanten Fahrten sowie Krankenhausentlassungen mehr durchführen. Während lebenswichtige Serienbehandlungen wie Dialysen oder Chemotherapien vorerst weiter bedient werden, warnt der Verband vor einem drohenden Kollaps des Systems. Sollten die Transporte ausfallen, stünden Krankenhäuser vor massiven Kapazitätsproblemen, da Betten durch Patienten blockiert blieben, die nicht entlassen werden können.

Die Branche appelliert nun eindringlich an die gesetzlichen Krankenkassen, kurzfristig über eine Anpassung der Vergütungsmodelle zu verhandeln. Andernfalls droht eine zusätzliche Belastung des Rettungsdienstes, der die wegfallenden Kapazitäten der spezialisierten Fahrdienste kaum kompensieren kann.

Geschrieben von: Seb Debollivier

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