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Seven Nordrhein-Westfalen
Das Bundeskriminalamt (BKA) schlägt Alarm: Die organisierte Kriminalität in Deutschland hat im vergangenen Jahr ein neues Ausmaß an Brutalität und Vernetzung erreicht. Mit insgesamt 683 eingeleiteten Ermittlungsverfahren verzeichneten die Behörden den höchsten Stand seit 2021. Dabei stieg die Zahl der Tatverdächtigen auf fast 8.000 Personen an.
Besonders die Gewaltbereitschaft innerhalb der Banden hat sich verschärft. Als deutliches Warnsignal wertet das BKA die Häufung von Sprengstoffanschlägen und Schusswaffengebrauch, wie sie etwa im Raum Köln im Zusammenhang mit Drogenstreitigkeiten zu beobachten waren. Die Kriminellen nutzen dabei zunehmend arbeitsteilige Strukturen, bei denen Planung, Finanzierung und Ausführung der Taten strikt voneinander getrennt sind.
Ein erschreckender neuer Trend ist die Rekrutierung von Tätern über soziale Medien. Laut BKA werden für gewaltsame Aktionen vermehrt Jugendliche angeworben, in Einzelfällen sogar erst 13-Jährige. Diese Auftragstäter stehen oft in keiner persönlichen Verbindung zu den Hintermännern, was die Ermittlungsarbeit der Polizei erheblich erschwert.
Der Großteil der kriminellen Aktivitäten entfällt weiterhin auf den Rauschgifthandel, gefolgt von Wirtschaftsdelikten und Schleuserkriminalität. In etwa 69 Prozent der Fälle agieren die Netzwerke grenzüberschreitend. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, plant das Bundesinnenministerium eine engere Verzahnung zwischen Zoll und Polizei sowie eine Ausweitung der polizeilichen Befugnisse.
Geschrieben von: Seb Debollivier
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