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Seven Nordrhein-Westfalen
In Flensburg kommen heute Vertreter der Ostsee-Anrainerstaaten sowie EU-Delegierte zusammen, um über eine koordinierte Strategie gegen hybride Bedrohungen zu diskutieren. Im Zentrum der vertraulichen Beratungen steht die Abwehr von unbemannten Flugobjekten, die zuletzt verstärkt kritische Infrastrukturen gefährdet haben.
Der Anlass für das Treffen ist der Fund einer mit militärischem Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August. Dieser Vorfall hat die Sicherheitsbehörden alarmiert, da er eine neue Qualität der Bedrohungslage darstellt. Während in den baltischen Staaten bereits mehrfach Luftalarm aufgrund verdächtiger Drohnenaktivitäten ausgelöst wurde, intensiviert Deutschland nun die Bemühungen um eine länderübergreifende Zusammenarbeit.
Begleitet werden die politischen Gespräche durch eine Demonstration der GSG9 sowie der Bundespolizei. Die Spezialeinheiten zeigen vor Ort Maßnahmen zur Enterung von Schiffen und zur aktiven Abwehr von Drohnen. Ziel ist es, Frühwarnsysteme zu harmonisieren und die Kommunikation zwischen den Anrainerstaaten bei sicherheitsrelevanten Vorfällen zu beschleunigen.
Mit der Teilnahme des irischen Ministers, der die aktuelle EU-Ratspräsidentschaft vertritt, soll sichergestellt werden, dass die in Flensburg erarbeiteten Konzepte direkt in die europäische Sicherheitspolitik einfließen. Es ist das zweite Treffen dieser Art, nachdem bereits im Juni in Helsinki erste Schritte für ein gemeinsames Lagebild vereinbart wurden.
Geschrieben von: Seb Debollivier
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