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Seven Nordrhein-Westfalen
Nach einer Reihe schwerer Waldbrände in Nordrhein-Westfalen setzt die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung. Besonders für den Großbrand in Hürtgenwald, bei dem über 300 Hektar Wald vernichtet wurden, wurde ein zentrales Hinweisportal freigeschaltet. Zeugen können dort Fotos oder Videomaterial hochladen, die bei der Aufklärung der Brandentstehung helfen sollen.
Neben dem Vorfall in Hürtgenwald laufen auch in den Regionen Sundern, Marsberg und Altena intensive Ermittlungen. Die Behörden stehen dabei vor einer schwierigen Aufgabe: In mehreren Fällen haben die Flammen und die anschließenden Löscharbeiten mögliche Beweismittel am Boden vollständig zerstört. Während in Altena der Verdacht auf eine achtlos entsorgte Zigarette fällt, bleibt die exakte Ursache in vielen anderen Gebieten unklar.
In Meschede-Berge konnte die Polizei bereits drei Personen stellen, die trotz akuter Waldbrandgefahr ein Lagerfeuer entzündet hatten. Gegen die Gruppe wird nun wegen der vorsätzlichen Herbeiführung einer Brandgefahr ermittelt. Innenminister Herbert Reul appellierte an die Bürger, höchste Vorsicht walten zu lassen, da den Verursachern neben hohen Geldstrafen auch mehrjährige Haftstrafen drohen.
Die Dimension der Schäden ist immens: Allein in Hürtgenwald geht die Polizei von Schäden in Millionenhöhe aus. Die Ermittlungsbehörden prüfen derzeit, ob bestehende Strafrahmen ausreichen, um potenzielle Täter abzuschrecken und die ökologischen Folgen der Zerstörung zu ahnden.
Geschrieben von: Seb Debollivier
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