play_arrow
Seven Nordrhein-Westfalen
Auf dem Rhein in Düsseldorf herrscht derzeit eine ungewohnte Stille. Kaum ein Frachter zieht noch seine Bahnen auf dem Strom. Weil die Schiffe ausbleiben, gibt es auf dem Wasser fast keinen Wellengang mehr. Die anhaltende Dürre blockiert den wichtigen Transportweg massiv.
Am Sonntagmorgen meldete das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt einen historischen Tiefpunkt. Die Messung am Düsseldorfer Rheinufer rutschte erstmals in den negativen Bereich ab und erreichte minus einen Zentimeter. Ein absoluter Rekordwert für die Landeshauptstadt.
Für die Binnenschifffahrt bedeutet das extreme Präzisionsarbeit. Die reguläre Fahrrinne misst in Düsseldorf eigentlich 1,59 Meter. Durch den aktuellen Minuswert bleibt den Kapitänen im Flussbett nur noch eine tatsächliche Wassertiefe von exakt 1,58 Metern.
Immerhin gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer für die kommenden Tage. Die Experten erwarten vorerst keinen weiteren Abfall des Pegels. Im Laufe der Woche soll das Wasser sogar wieder leicht auf etwa zehn Zentimeter ansteigen. Die Lage bleibt dennoch kritisch.
Geschrieben von: Seb Debollivier
© 2026 Seven Radio Nordrhein-Westfalen
Beitrags-Kommentare (0)