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Seven Nordrhein-Westfalen
Ein schwerwiegender Spionageverdacht hat zu einer spektakulären Festnahme geführt: Der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, befindet sich in Gewahrsam. Die Generalbundesanwaltschaft ordnete den Zugriff an, nachdem Erkenntnisse über den mutmaßlichen Missbrauch sensibler Dienstdaten bekannt wurden.
Im Zentrum der Ermittlungen steht ein mutmaßliches Netzwerk zur Informationsbeschaffung. Gemeinsam mit Hanning wurde Manfred D., ein ehemaliger enger Vertrauter und Büroleiter, festgenommen. Es besteht der dringende Verdacht, dass dieser über Jahre hinweg streng vertrauliche BND-Dokumente an den ehemaligen Behördenleiter weitergeleitet hat, auch über dessen aktive Dienstzeit hinaus.
Den Ermittlern zufolge sollen diese geheimen Informationen genutzt worden sein, um Sicherheitsanalysen für ausländische Nachrichtendienste zu erstellen. Die Justiz prüft nun, inwieweit Hanning seine Position und die zugespielten Daten für seine Tätigkeit als Berater instrumentalisiert hat. Es wird explizit ausgeschlossen, dass die Verbindungen nach Russland führen.
Der Fall kam ins Rollen, nachdem Sicherheitsbehörden bereits im September des Vorjahres Wohn- und Geschäftsräume Hannings durchsucht hatten. Ursprünglich im Zusammenhang mit anderen Ermittlungen stehend, stießen die Beamten dabei auf Spuren, die schließlich den aktuellen Spionageverdacht erhärteten.
Geschrieben von: Seb Debollivier
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