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Seven Nordrhein-Westfalen
Die Bundesanwaltschaft hat am Kammergericht Berlin Anklage gegen eine mutmaßliche russische Spionin eingereicht. Der Frau, die sowohl die deutsche als auch die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzt, wird vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum für einen russischen Geheimdienstmitarbeiter in Berlin tätig gewesen zu sein.
Seit ihrer Festnahme im Januar dieses Jahres befindet sich die Beschuldigte in Untersuchungshaft. Den Ermittlungen zufolge soll sie spätestens ab Oktober 2023 den Kontakt zu einem Diplomaten der russischen Botschaft unterhalten haben. Ziel dieser Verbindung war laut Anklage der Aufbau eines Netzwerks für nachrichtendienstliche Zwecke.
Die Frau soll dabei gezielt versucht haben, Kontakte in das Bundesverteidigungsministerium und zu Akteuren der Rüstungsindustrie zu knüpfen. Ziel war es, sensible Daten über die deutsche Verteidigungspolitik zu erlangen, insbesondere im Kontext des Ukraine-Krieges. Zudem soll sie dem Geheimdienstmitarbeiter geholfen haben, hochrangige Veranstaltungen unter falscher Identität zu besuchen.
Der Staatsschutzsenat des Berliner Kammergerichts wird nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Die Ermittlungen wurden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Militärischen Abschirmdienst geführt.
Geschrieben von: Seb Debollivier
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