Nordrhein-Westfalen

Aachener Kiosk als Drogenumschlagplatz: 33-Jähriger verurteilt

todayAugust 20, 2026

Hintergrund
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Aachener Kiosk als Drogenumschlagplatz: 33-Jähriger verurteilt

Das Landgericht Aachen hat einen 33-jährigen Mann wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Angeklagte hatte im Frühjahr 2024 über mehrere Wochen hinweg in einem Kiosk in unmittelbarer Nähe zum Kaiserplatz Drogen an Abnehmer aus der lokalen Szene verkauft.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Kiosk gezielt als Verkaufsstelle für Kokain, Marihuana und Heroin genutzt wurde. Die Rauschmittel waren direkt unter dem Verkaufstresen gelagert, während weitere Vorräte in einem Kinderwagen im Hausflur des angrenzenden Wohnhauses versteckt wurden. Der 33-Jährige erhielt für seine Tätigkeit eine Pauschale von 100 Euro pro Schicht.

Das Gericht wertete das umfassende Geständnis des Mannes sowie seine untergeordnete Rolle im kriminellen Netzwerk strafmildernd. Dennoch muss der Verurteilte die durch seine Tätigkeit erlangten 1700 Euro an die Staatskasse zurückzahlen. Zudem wurden ihm ein Bewährungshelfer sowie eine verpflichtende Berufsberatung auferlegt.

Mit diesem Urteil findet eine umfangreiche Prozessserie gegen die Betreiber des Kiosks vorerst ihren Abschluss. Der Hauptverantwortliche und Betreiber des Ladens war bereits zuvor zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Geschrieben von: Seb Debollivier

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