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Seven Nordrhein-Westfalen
Ein erschreckender Fund hat die Sicherheitsbehörden in Alarmbereitschaft versetzt: Am späten Dienstagabend entdeckte ein Mitarbeiter auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle eine Drohne, die mit Sprengstoff und einem Zünder ausgestattet war. Das Fluggerät befand sich in unmittelbarer Nähe zu ukrainischen Transportmaschinen.
Nach ersten Erkenntnissen war die Drohne mit hochexplosiven Substanzen vom Typ PETN und Semtex bestückt. Experten gehen davon aus, dass es nur einem technischen Defekt am Zündmechanismus zu verdanken ist, dass es nicht zu einer verheerenden Explosion kam. Die Generalbundesanwaltschaft und der sächsische Staatsschutz haben die Untersuchungen wegen des Verdachts auf einen versuchten Sabotageakt aufgenommen.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage an deutschen Logistik-Drehkreuzen. Bereits im Sommer 2024 war es am selben Standort zu einem Zwischenfall gekommen, als ein Brandsatz in einem Frachtpaket kurz vor der Verladung in ein Flugzeug Feuer fing. Sicherheitskreise schließen einen hybriden Angriff nicht aus, wobei der Verdacht in politischen Kreisen auch auf ausländische Akteure fällt.
Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul betonte die wachsende Gefahr durch derartige Bedrohungslagen. Auch in NRW wurden an den Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf sowie Münster/Osnabrück im laufenden Jahr bereits unbefugte Drohnenaktivitäten im Luftraum registriert. Die Behörden prüfen nun, inwieweit die Sicherheitsvorkehrungen an kritischer Infrastruktur verschärft werden müssen.
Geschrieben von: Seb Debollivier
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