Nordrhein-Westfalen

Hitzewelle in NRW: Notaufnahmen verzeichnen Anstieg von Patienten

todayJuli 30, 2026

Hintergrund
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Hitzewelle in NRW: Notaufnahmen verzeichnen Anstieg von Patienten

In den vergangenen Tagen mussten medizinische Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen vermehrt Patienten behandeln, die unter den Folgen extremer Temperaturen litten. Insbesondere im St.-Antonius-Hospital in Eschweiler kam es zu einer Häufung von Notfällen. Dort wurden vermehrt ältere Menschen sowie Personen mit chronischen Vorerkrankungen aufgrund von hitzebedingten gesundheitlichen Komplikationen eingeliefert.

Neben den Risikogruppen waren auch jüngere Menschen betroffen, die nach längerem Aufenthalt in der direkten Sonne kollabierten. Während einige Krankenhäuser, wie das Josefsheim in Olsberg, durch Investitionen in mobile Kühlgeräte und bauliche Maßnahmen wie Dachbegrünung präventiv reagiert haben, stoßen andere Kliniken an ihre Grenzen.

An der Uniklinik Düsseldorf sind beispielsweise nur Teile des Gebäudekomplexes klimatisiert. Viele Stationen sind der Hitze weitgehend schutzlos ausgeliefert, wobei kurzfristige Nachrüstungen aufgrund der baulichen Gegebenheiten kaum realisierbar sind.

Experten der Deutschen Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin kritisieren das Fehlen politischer Unterstützung. Laut Schätzungen werden rund sieben Milliarden Euro benötigt, um Krankenhäuser und Pflegeheime bundesweit ausreichend gegen zunehmende Hitzewellen abzusichern. Bisher fehlt es jedoch an der notwendigen Finanzierung, um den Hitzeschutz flächendeckend zu gewährleisten.

Geschrieben von: Seb Debollivier

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